Irgendwie überrascht es ja nicht wirklich. In den letzten Jahren war Markus Kauczinski stets die Interimslösung für Trainerentlassungen beim KSC. Aufgrund seines fehlenden Fußballlehrerdiploms, konnte er jedoch nie länger als 14 Tage die Mannschaft betreuen. Nachdem er vergangenen Freitag sein Diplom erfolgreich abgeschlossen hat, ist er nun der Nachfolger des erfolglosen Jörn Andersen. Dieser konnte niemals eine klare Struktur in die Mannschaft bringen und hatte, trotz der Möglichkeit im Winter nochmals personell nachzurüsten, keinen Erfolg als KSC-Trainer. 
Die ersten 5 Spiele unter Jörn Andersen gingen alle verloren, es folgte ein Zwischenhoch mit 7 Punkten aus 3 Spielen nach der Winterpause, ehe dann die letzten 5 Spiele, bis auf ein Unentschieden gegen Rostock, allesamt verloren gingen. Das macht summa sumarum eine Bilanz von 13 Spielen mit 2 Siegen, 2 Unentschieden und 8 Niederlagen oder einen Punkteschnitt von 0,53 / Spiel.
Markus Kauczinski arbeitete bis 2001 als Nachwuchstrainer beim FC Schalke 04. Danach wechselte er zum KSC und betreute dort zunächst die U-19-Nachwuchsmannschaft. Mit dieser stieg er 2004 in die U-19 Bundesliga auf. Seit Mai 2009 trainiert er die Regionalligamannschaft.
In den verbleibenden 7 Saisonspielen hat Markus Kauczinski nun die schwere Aufgabe, ein völlig verunsichertes Team zumindest auf den Relegationsplatz zu führen. Aufgrund der Mannschaftsleistungen und dem Abstand von nunmehr 7 Punkten auf den ersten Nichtabstiegsplatz, wären allen anderen Ziele als unrealistisch einzustufen.
Ob man mit Markus Kauczinski auch in die 3. Liga gehen wird, war bei Erstellung dieses Artikels noch nicht klar. Nur bleibt zu hoffen, dass man auf offizieller Seite auch die 3. Liga ernsthaft in Betracht zieht, denn sie ist leider realistischer denn je.
Update:
Es scheint so als plane man langfristig mit Markus Kauczinski. Es ist von einer Vertragslaufzeit bis 2014 die Rede, unabhängig der Ligazugehörigkeit.
Wie schon an anderer Stelle geschrieben:
Nur Schade, Kauczinski als Cheftrainer bedeutet auch, nach seiner Entlassung wird er den KSC wohl verlassen, als Interims-Trainer konnte er immer schön bleiben. Schau ma mal, schlimmer kann es ja net werden.
Wenn ich mir das Interview von Jörn Anderesen heute in der BNN durchlese, bin ich richtig froh dass er weg ist. Zusammengefasst: Er hat alles gegeben und richtig gemacht, die Verlierer sind die Spieler.
Zitat aus KSC.de: Nicht mehr zum Einsatz kommen werden in dieser Saison Innenverteidiger Bakary Soumaré und Stürmer Andrei Cristea…..Cristea, der mittlerweile wieder gesund ist und am Freitag im Regionalliga-Team zum Einsatz kommen soll, sei „sehr lange verletzt gewesen“, sagte Kauczinski zur Begründung.
Das ist doch hoffentlich nicht wahr, dass der nominell beste Stürmer trotz angeblicher Gesundheit 7 Spieltage vor Schluss aus dem Profikader genommen wird. Da steckt doch was ganz anderes dahinter….
Die Frage ist halt, was steckt dahinter? Ich meine wenn einer ein Spieler fast ein Jahr nicht mehr gespielt, geschweige denn trainiert hat, kann man im Prinzip nicht erwarten das er in einem laufenden Trainingsbetrieb wieder voll integriert werden kann und dann weiterhilft. Es ist ja nicht so, als das sich Cristea schon seit Wochen in einem Aufbautraining befindet, zumindest habe ich davon nichts gehört.
Viel komischer finde ich es, dass ihn der Karlsruher Arzt wohl nicht Gesund schreiben wollte, ein unabhängiger in Mannheim aber schon. Ein Schelm wer böses dabei denkt. Die Berufsgenossenschaft zahlt jetzt auf jeden Fall kein Krankengeld mehr und ganz ehrlich, wenn Cristea wieder trainieren kann, dann sollte er das auch tun und auch sein Geld dafür bekommen. Und wer weiß, vielleicht hilft er uns in einer mögliche Relegation doch noch weiter, bis dahin vergehen noch einige Wochen.